Alles anders, alles besser: Die alternative Baby-Bilanz

„Wenn du über das Negative schreibst, musst du aber auch alles erwähnen, was an einem Kind toll ist.“

Das sagt der Fipspapa nach der Lektüre meiner ersten Baby-Bilanz. Wie recht er hat. Denn wenn ich über Fips spreche, bemerke ich meine Ambivalenz ja selbst: Da ist auf einer Seite all das, was ich vermisse, was mich überfordert und wobei mir die Tränen kommen. Und dann ist da all das, was ich lachend und stolz erzähle – all das, wobei mir auch manchmal die Tränen kommen, aber wenn, dann vor Glück. Und genau das möchte ich jetzt aufschreiben – für euch und für mich und für unsere dunkelsten Mutter-Stunden.

Vom richtigen Lieben im Valschen

Fips, mein geliebtes Kind, bevor du in unser Leben kamst, wusste ich nicht…

  • … dass ein zufrieden schlafendes Kind der Inbegriff des Friedens ist.
  • … wie gern ich deinem Atem zuhören würde (und nur deinem! Sonst trage ich bei jedem Mit-Schläfer unerschütterlich Ohropax).
  • … wie sehr ich in manchen Momenten die Zeit anhalten und den Augenblick genießen will (zum Beispiel, wenn du deinen 3-Sekunden-Kuschelanfall hast).
  • … wie wertvoll jeder Entwicklungsschritt ist und wie sehr ich nichts davon verpassen möchte.
  • … wie schmerzlos ich gegenüber Kackis, Pipiwindeln (und Pipipfützen), Popel, Sabber und angekaute Essensreste werden würde.
  • … wie befriedigend es sein kann, ein schmatzenden Mausezahn-Mäulchen mit etwas offenbar Schmackhaftem zu füttern (da gebe ich jedes Lieblingsessen gern her).
  • … wie geborgen und komplett ich mich fühle, wenn du dich beim Stillen an mich kuschelst.
  • … wie sehr ich mich zum Affen machen kann, damit du dein wunderbares Lachen lachst (oder damit du aufhörst zu weinen).
  • … überhaupt: DEIN LÄCHELN! DEIN LACHEN! DEIN GLUCKSEN UND QUATSCHEN!
  • … wie groß mein Wunsch sein würde, dich zu beschützen und zu stärken.
  • … wie sehr ich leide, wenn ich dir einmal nicht helfen kann.
  • … wie unglaublich berührend es ist, dich mit deinem Papa zusammenwachsen zu sehen.
  • … wie schön Wiedersehensfreude sein kann (vor allem nach einer entspannten Pause).
  • … wie wunderbar wiedergeliebt ich mich fühle, wenn du strahlend auf mich zuläufst.
  • … wie wertvoll das Geschenk des Lebens, der Ruhe und des Friedens ist.
  • … dass ein Ego-Einzelgänger wie ich auch selbstlos handeln kann.
  • … wie mein Herz überlaufen würde als aus „Papapa“ ein „Ma-ma“ wurde ❤
  • … wie richtig am Platz ich mich fühle, wenn du nach mir greifst.
  • … dass ich den Sinn des Lebens plötzlich darin finden würde, dir den Weg in ein ausgeglichenes, selbstbewusstes Wesen voller Empathie und Verstand zu ermöglichen.

… und nicht zu vergessen: Ich hatte keine Ahnung, wie viel Geduld, Verständnis, Stolz und Kraft ich in mir stecken. Wie sehr ich an dir wachsen würde. Wie viel und wie rückhaltlos ich dir Liebe schenken will. Weil ich will, dass du es einfach nur gut hast.

Puh, mit jedem Punkt auf der Liste merke ich wie mein Herz erstrahlt. Vor Liebe und vor Erleichterung. Oder um es noch mal mit dem Fipspapa zu sagen:

„Ich finde es total knorke, mit Fips zu hottentotten. Endlich hab ich einen Grund, so richtig abzurocken!“

Ouh, yess. [Liste to be continued]

2 Gedanken zu “Alles anders, alles besser: Die alternative Baby-Bilanz

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