Wohlfühlen im 9. Monat: Meine Lieblingsprodukte

Der neunte Monat… wann ist das denn passiert? War Fips nicht eben noch himbeerchenklein? Und mein Bauch kein Planet mit eigenständigem Gravitationsfeld? Tja. Schnell geht es. Und auch die letzten Tagen sind gleichzeitig kaugummizäh und vergehen trotzdem wie im Fluge. Viel unternehmen kann ich nicht mehr. Deswegen steht diese Liste im Zeichen von Zeitvertreib und Panikkauf.

Ich brauche mehr zu Lesen!

Dieses tolle Buch habe ich neulich schon mal empfohlen, aber ich muss mich hier noch einmal wiederholen. In „Guter Hoffnung“ von Kareen Dannhauer steckt ganz viel tolles Hebammenwissen für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Großartig und authentisch geschrieben, sehr mutmachend und selbstvertrauenstärkend, umfassend informativ und richtig gut zu lesen!

Die Berliner Hebamme redet nie um den heißen Brei herum, aber vermittelt gleichzeitig immer eine Botschaft: „Dein Körper kann das. Du kannst dir vertrauen. Es gibt immer Wege und du findest deinen!“ Kurzum: Ich finde es großartig und lese gerade die letzten Seiten mit großer Begeisterung. Eine wunderbare, moderne und sogar irgendwie unterhaltsame Alternative zu Ingeborg Stadelmanns Klassiker der „Hebammensprechstunde“. Unbedingt lesen!!

PS: Ein kleiner Nachtrag… ich habe festgestellt, dass der Wochenbett-Teil nach Bedarf gelesen werden sollte. Und zwar aus dem Grund, dass hier Probleme geschildert werden, die auftreten können – aber eben nur können, nicht müssen!! Wer schwangerschaftsempfindsam ist (wie ich) könnte allerdings den Eindruck von einer furchtbaren ersten Babyzeit bekommen und darüber jede Menge heulen (wie ich). Also: Nützlich! Aber besser gut dosiert konsumieren.

Weniger fachwissenschaftlich sind die beiden folgenden Bücher: „Altes Land“ von Dörte Hansen hat mir so manche schlaflose Nacht verkürzt. Erzählt wird Familien- und Dorfgeschichte, bei der die Nachkommen der Vertriebenengeneration auf eingefleischte Dorfmenschen und Entschleunigung suchende Stadtmenschen treffen. Die Sprache ist schlicht und keineswegs rührselig (erst recht nicht, wenn es um die geht, die damals mit Kinderkarren und Verzweiflung im Gepäck über die Weichsel mussten), und hat mich dennoch erheblich mitgenommen. Gute-Laune-Lektüre ist das nicht. Aber dennoch ist der erste Roman dieser Autorin äußerst empfehlenswert.

Im Gegensatz zu Dörte Hansen ist Juli Zeh ja längst etabliert – und ihr „UnterLeuten“ war auch netterweise sehr umfangreich (denn schlaflose Nächte bzw. schlaflose Phasen habe ich so einige). Witzigerweise ist das Thema ein ähnliches wie in „Altes Land“: Es geht ebenfalls um Intrigen in einem Dorf, die nicht nur zwischen Zugezogenen und Alteingesessenen, sondern auch zwischen Kampfläufern und Wirtschaft und zwischen alten Freunden bzw. Feinden stattfinden. Gegen Ende ein wenig verwirrend (es erinnerte mich da an einen Krimi, bei dem unbedingt alle Details verknüpft werden müssen), aber sehr gut und spannend, was die Charaktere und ihre Menschlichkeiten angeht. Wenn man nachts also nicht heulen will, ist das ein ziemlich guter Griff!

… bleibt nur die Frage, womit ich jetzt noch die letzten Tage bis zum ET totlese. Hat jemand einen Tipp für mich? Nehme auch gern zwei.

Braucht Fips nicht noch…?

Es begann damit, dass das Wetter herbstgrau wurde und ich unsere Erstausstattung noch einmal durchschaute. Und nur kurzärmlige Bodies fand. Plötzlich hatte ich große Angst, dass unser Mini frieren müsste! Die logische Konsequenz: Ich verbrachte einen halben Vormittag damit, nach neuen Bodies zu suchen, a) langärmelig waren b) in Wickeltechnik geschlossen werden c) möglichst aus Bio-Baumwolle bestehen. Das habe ich gekauft (und mich danach für die nächsten Anschaffungen erst mal bei der wirklich günstigen und praktischen Tauschbörse mamikreisel.de angemeldet:

 

Der nächste Posten war Spielzeug. Ja, ein Neugeborenes braucht eigentlich nichts. Einen „greif-baren“ kleinen Elefanten haben wir auch schon. Und ein Rasseltier (die mir dank Plüschkopf aber irgendwie sabbertechnisch ungeeignet erschien und außerdem viel zu groß erschien. Der Fipspapa und ich sind also noch einmal losgezogen – und fanden Folgendes:

 

Der rasselnde Greifling „Peggy“ von Sterntaler ist zwar auch aus Plüsch, aber für kleine Babyhände besser zu fassen (außerdem war es Liebe auf den ersten Blick für den Fipspapa). „Sophie La Giraffe“ ist zwar ebenfalls ab 0 Monaten ausgezeichnet, aber möglicherweise eher etwas für das Zahnungsalter. Auf jeden Fall ist sie aus Naturkautschuk, riecht außerodentlich lecker nach Milchreis und kann quietschen. Und ich finde sie toll. Punkt 🙂

Der letzte Panikkauf war eine Salzkristalllampe für die Wickelecke: Nachdem ich gelesen hatte, dass man Babys durch eine entsprechende Beleuchtung bereits ein wenig Tag- und Nachtgefühl vermitteln kann, war mir meine alte Schreibtischlampe deutlich zu grell. Auf der Suche nach einer Alternative stieß ich auf den Tipp mit dem Himalaya-Salzkristall: Ja, er sieht ein bisschen eso aus, macht aber tolles, warmes Licht (das zum Wickeln und Stillen sehr gut ausreicht) und ist außerdem noch gut für das Raumklima.

Und wo wir gerade bei Wickeltischbeleuchtung sind: Statt des vielfach gekauften Heizstrahlers haben wir hier eine Rotlichtlampe aufgestellt, die quer über den Tisch leuchtet. Nach Hebammenrat wärmt das wunderbar und um Babys Augen muss man sich auch keine Sorgen machen: Die kleinen Mäuse wissen selbst, dass sie da besser nicht reinschauen und drehen sich entsprechend weg.

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