Schwanger & glücklich: 6 Bedingungen für das beste Trimester

Das zweite Drittel ist am schönsten an der Schwangerschaft, sagt man. Meistens sind die Wehwehchen der ersten drei Monate dann überstanden und auch emotional gewöhnt man sich langsam an den neuen Zustand. Wenn außerdem die folgenden sechs Bedingungen erfüllt sind, hat man die besten Chancen auf ein glückliches und rundum ausgeglichene und zufriedene Wochen:

1. … wenn mit dem Baby alles in Ordnung ist

Das ist natürlich das Wichtigste: Wenn der kleine Bauchbewohner sich altersgemäß entwickelt, ist nicht nur die Angst vor einem möglichen Verlust in den ersten 12 Wochen vorbei. Es entwickelt sich außerdem endlich sichtbarer Babybauch! Hallo, ich bin schwanger und nicht bloß dick geworden! Jetzt gibt es zwar mehr Übergriffigkeiten auf den Bauch („Darf ich mal fühlen?“ Zack! Hand drauf!), aber dafür wird man auch öfter angelächelt oder bekommt im vollgestopften Bus einen Platz angeboten.

Abgesehen davon sind im Laufe des zweiten Trimesters die ersten Kindsbewegungen zu spüren – zuerst als kleine, feine Seifenblase und später als sportlicher Tritt. Sprich: Die Vorfreude wächst! Und man kann sie mit den ersten kleinen Baby-Einkäufen so richtig genießen.

2. … wenn Familie und Freunde sich mitfreuen dürfen (und es auch tun)

Spätestens jetzt kann man endlich allen vom Nachwuchs erzählen! Im ersten Trimester behalten viele werdende Eltern die gute Nachricht aus Sorge und Vorsicht oft erst einmal für sich oder informieren nur eine kleine Handvoll Auserwählter. Doch jetzt gibt es keinen Grund mehr, die Vorfreude zurückzuhalten.

Vielleicht stößt die Baby-Info jedoch nicht überall auf Gegenliebe: Bei uns etwa war für dieses Jahr eigentlich nur der Hausbau auf dem Plan und entsprechende „Was, musste das jetzt sein?“-Reaktionen gab es zuerst auch. Auch nicht alle Freunde konnten sich gleichermaßen für die Aussicht auf Windel, Babykotze und Rabäh begeistern. Tja. Ich sage mal: Was soll’s?!? Wir sind sehr glücklich, dass unser Fips in seinem Tempo und mit allen Zufällen der Welt seinen Weg zu uns gefunden hat. So soll es sein und wir begrüßen unser Baby mit offenen Armen. Was alle anderen dazu zu sagen haben, ist zweitrangig. Punkt. Und Ausrufezeichen! Das einzige Sonderrecht haben höchstens Paare mit unerfülltem Kinderwunsch, für die das Kugelbauchglück direkt vor Augen bei aller Mitfreude auch Qual bedeuten kann.

Trotzdem ist es natürlich am schönsten, wenn Freunde und Familie sich mitfreuen. Wenn einem mit einem verschämten Lächeln schon mal ein kleiner Strampler überreicht wird („Daran konnte ich einfach nicht vorbeigehen…“), einem schwere Tüten aus der Hand genommen werden („Lass mich das doch jetzt machen, ruh dich aus.“) und stundenlange Diskussionen über Babynamen, Erziehung und Schwangerschaft mit Freude geführt werden. Gilt natürlich auch für den Partner!

3. … wenn die Kraft in den Körper zurückkehrt

Für die meisten Schwangeren ist jetzt Schluss mit Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und all den lästigen Begleiterscheinungen der ersten Wochen. Stattdessen pendelt sich das Körpergefühl wieder ein (der Gleichgewichtsverlust kommt erst später) und Bewegung macht wieder Spaß. Vielleicht ist bald der Bauch im Wege, aber Schwangerschaftsyoga und Schwimmen sind gut möglich. Auch Spazierengehen ist jetzt noch drin, denn bis jetzt wirkt sich die Gewichtszunahme in der Regel noch nicht auf die (schmerzenden Platt-)Füße aus.

Also raus an die Luft, Mädels! Bewegen, Urlaub machen, spazieren, shoppen, Freunde treffen, noch mal tanzen gehen… genießt alles davon!

4. … wenn mit Arbeit & Arbeitgeber alles gut läuft

Für mich war es im zweiten Trimester mit der Arbeit vorbei und für meine Schwangerschaft war das Beschäftigungsverbot definitv die beste Lösung: Ich brauchte die Ruhe, den Schlaf und die Erleichterung, nicht mehr jeden Tag mit Unterleibsschmerzen acht Stunden am Schreibtisch sitzen zu müssen.

Doch die Tatsache, dass mit der Arbeit alles gut läuft, kann für jede Schwangere anders aussehen: Vielleicht erlaubt der Chef am Nachmittag ein kleines Nickerchen, vielleicht gibt’s in der Kantine extra Vitaminchen oder vielleicht genießt man es, bis zum Mutterschutz volle Leistung bringen zu können. Wie auch immer es aussieht: Ein gutes Verhältnis zum Job ist ein wichtiger Faktor für eine glückliche Schwangerschaft.

5. … wenn der richtige Frauenarzt & die richtige Hebamme gefunden sind

Immer wieder lese ich auf Instagram, dass werdende Mütter von ihren Frauenärzten eher verängstigt als unterstützt werden, oder dass Hebammen vor allem ihre eigene Auffassung von Schwangerschaft und Geburt durchdrücken wollen. Das macht mich ziemlich traurig, ehrlich gesagt. Und es ist ein guter Grund, sich nicht unterkriegen zu lassen und im Notfall eine Zweitmeinung einzuholen oder sogar die Betreuung zu wechseln.

Die Förderung oder das Abtun von Ängsten hilft niemandem – im Gegenteil. Die Bestätigung, dass alles normal verläuft und nicht jede Änderung oder Unannehmlichkeit auch Grund zur Panik ist, sollte hier im Vordergrund stehen. Meiner Meinung nach müssen Frauenarzt und Hebamme Mut machen, der Schwangeren bei Fragen und Problemen zur Seite stehen und für positive Unterstützung in allen Bereichen sorgen – bei einer unauffällig verlaufenden Schwangerschaft sowieso und erst recht, wenn tatsächlich Probleme auftreten sollten.

Der „richtige“ Frauenarzt und die „richtige“ Hebamme können zuhören, beantworten Fragen offen und sind mit Herz bei der Sache – nichts anderes haben diese kostbaren neun Monate verdient.

6. … wenn man die Schwangerschaft zwischendurch einfach mal vergisst

Huch, was? Vergessen? Ganz genau: Wenn sich im zweiten Trimester alles richtig anfühlt, kann es schon mal sein, dass man die Schwangerschaft für eine Weile vergisst (bis einen die nächste Kickboxeinlage daran erinnert). Denn wenn Punkt 1-5 erfüllt sind, fühlt sich einfach alles richtig an: Baby gut, Körper gut, Umfeld gut – Leben gut!

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