Kaffeeklatsch der Oktobermamas – Die 2. Runde!

(Oktober-)Mama-Sein verbindet: Man erlebt Ähnliches – und das oft ganz unterschiedlich. Bei der ersten Runde meines kleinen Kaffeeklatschs habe ich schon einmal vier (werdende) Insta-Mamas ausfragen dürfen – und am Ende war mir klar: Das will ich unbedingt noch mal wiederholen! Denn aus den Antworten ergaben sich immer mehr Fragen…

Wieder mit dabei sind oktobermama_nele (23), Hannah aka hanniundmatilda aus Berlin, Helene (26) aka helenki.kappamaki aus dem Kreis Recklinghausen und Jenny (28) aka frauvandan aus Dortmund… und hier kommen die Fragen, die ich ihnen gestellt habe.

Ich bin inzwischen in der 32. Woche und ich muss sagen: Langsam wird der Bauch unbequem (besonders beim Schlafen). Ich genieße jede Bewegung von Fips, aber ich freue mich auch sehr darauf, mich nicht mehr wie ein gestrandeter Wal zu bewegen. In welcher Woche bist du jetzt schwanger und bist du es noch gern?

hanniundmatilda: Ich bin jetzt in der 31.SSW. Momentan fühle ich mich sehr wohl in meinem Körper und habe kaum noch Beschwerden. Das fühlt sich toll an. Allerdings endete bisher fast jeder Arztbesuch mit Kummer im Herzen und einem: „Das müssen wir genau beobachten, es könnte zu Komplikationen kommen!“ Das hat mich so mürbe gemacht, dass ich wirklich froh bin, wenn die Schwangerschaft vorbei ist. Dann habe ich unser Mädchen bei mir und bin nicht mehr auf Computerdaten oder Aussagen der Ärzte angewiesen!

helenki.kappamaki: Ich bin in der 33. Schwangerschaftswoche. Heute sitze ich den letzten Tag für eine lange relativ unbekannte Zeit auf der Arbeit und vor mir liegt die wohl schönste und intensivste Veränderung meines Lebens. Jetzt geht es sozusagen in den „Endspurt“. Ich bin aber auch froh, dass ich mich nun daheim auf die spannende Zeit vorbereiten und mich öfters mal tagsüber hinlegen kann. Denn so langsam kommen immer mehr Beschwerden hinzu wie Kreuzbeinschmerzen, Unterleibsschmerzen, Sodbrennen und Müdigkeit.

Schwanger bin ich aber von Herzen gerne. Ich liebe es, dieses kleine Wunder in mir täglich zu spüren und mit meinem Sohn auf unterschiedlichster Art und Weise zu kommunizieren (z.B. eine meiner Spieluhren aus der Kindheit vorspielen, etwas vorsingen oder den Bauch streicheln). Auch wenn es natürlich beschwerlicher wird, genieße ich jeden Tag, an dem ich meinen kleinen Sohn noch ganz für mich alleine habe.

💙Wochenwechsel💙 & Monatswechsel & Dickbauchdienstag🎉 Halloooo 29. Woche und somit hallo 8. Monat! Wahnsinn! Die Zeit vergeht jetzt wirklich wie im Flug! Die 🎓Masterarbeit wächst täglich- wie Theo und ich bin zuversichtlich bald damit fertig zu sein 🎉 Dann kann ich mich im Mutterschutz komplett aufs Brüten konzentrieren 😍Heute ist mal wieder ein Arbeitstag aber das ist nicht so schlimm- ab Freitag habe ich bis zur Hochzeit Urlaub ☀️ ich werde zwar nicht verreisen aber lasse mich dafür zuhause verwöhnen 🙌🏻 außerdem gibt es noch genug für die Hochzeit vorzubereiten 🙈😬 #dickbauchdienstag#baby#ssw29#schwanger#schwangerschaft#baldmama#mamatobe#mommytobe#instamama#hamburgmama#babyimbauch#babyinside#babybelly#babybump#pregnancy#mommyblogger#hamburg#babytocome#oktoberbaby#teamoktober#oktober2017#teamoctober#baldzudritt#liebeimbauch#hamburg#8month#8monthpregnant 💙

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oktobermama_nele: Ich bin nun in der 30. Woche angelangt und immer noch rundum zufrieden, fit und glücklich. Ich will das immer nicht so laut sagen, da es ja einige werdende Mamas mit Beschwerden gibt, aber: Ich habe noch keine Wehwehchen gehabt. Weder Übelkeit, noch Sodbrennen, Schlaflosigkeit oder sonstiges. Darüber freue ich mich natürlich sehr.

frauvandan: Heute bin ich in die 34. SSW gerutscht. ich bin sehr dankbar für die Erfahrung, schwanger sein zu dürfen – muss aber sagen, dass ich meinen Körper lieber für mich alleine habe. Gerade jetzt gegen Ende fällt vieles schwer… besonders zu akzeptieren, dass nicnt mehr alles so geht, wie man es gewohnt ist. Ich hätte also nichts dagegen, wenn sich unser Babymädchen ein paar Tage eher auf den Weg macht!

Gerade die ersten 12 Wochen fühlten sich bei mir ziemlich zäh an (weil man ja nicht weiß, ob alles gut geht), aber seit drei Wochen rinnt mir die Zeit nur so durch die Finger und die Wochen rasen. Vorbereitungen sind zwar nicht mehr viel zu machen, aber irgendwie kommt nach Montag immer schon gleich wieder Sonntag. Rennt eure Zeit auch, weil so viel zu tun ist, oder schleicht sie schon, weil ihr es gar nicht mehr erwarten könnt?

hanniundmatilda: Momentan habe ich das Gefühl, dass die Zeit nur so vorbeifliegt. Da ich im Gefühl habe, dass unser Mädchen sich einige Zeit eher als geplant auf den Weg machen wird, sind wir jetzt auch schon im Endspurt, was die Vorbereitungen angeht! Dabei dachte ich am Anfang der Schwangerschaft wirklich, dass ich die 10 Monate vor Nervosität niemals durchstehen würde. Aber es ist schon gut, dass man so genügend Zeit hat, sich auch seelisch darauf einzustellen.

helenki.kappamaki: Die Zeit ging bis zur 33. SSW unheimlich schnell vorbei. Ich weiß noch, als ich auf der Arbeit in unserem Teamkalender den heutigen Tag als meinen letzten Arbeitstag eingetragen habe, und dachte: „Oh das dauert noch Ewigkeiten.“ Es ist verrückt, dass ich mittlerweile 226 Tage schwanger bin! Aber ich hoffe, dass die nächsten Wochen genauso schnell vorüberziehen werden, denn ich bin so gespannt auf dieses kleine Wunder. Ich vermute jedoch, dass die letzten beiden Wochen – wenn man ungeduldig darauf wartet ,dass es losgeht – sich eher wie Kaugummi ziehen werden…

oktobermama_nele: Momentan habe ich das Gefühl, dass die Zeit unglaublich rast. Was die Behausung des kleinen Mannes angeht, ist nicht mehr viel zu organisieren: Wir benötigen noch lediglich eine Autoschale. Allerdings gibt es zurzeit noch andere Termine, die noch auf dem Zettel stehen: Zum einen unsere Hochzeit am 01.09. und zum anderen die Abgabe meiner Masterarbeit. Ich bin aber dennoch sehr entspannt und zuversichtlich, alles zu schaffen. Und ich freue mich schon auf den Mutterschutz ab Mitte September: Dann können die restlichen Dinge (wie alle Babysachen waschen) auch angegangen werden.

frauvandan: Einerseits rennt die Zeit – schließich könnte es sein, dass wir nächsten Monat schon zu dritt sind. Andererseits ziehen sich die letzten Wochen mindestens genauso wie die ersten, und man kann es kaum erwarten, sein Baby endlich kennenzulernen. Aber da ich gerne vorbereitet bin, ist immerhin schon so gut wie alles fertig.

Bis jetzt ist zwar ordentlich Bewegung in meinem Bauch, aber sonst eher Ruhe. Das Einzige, was ich bis jetzt für eine Wehe hielt, war dann doch eine Magen-Darm-Geschichte. Ich bin also immer noch gespannt: Habt ihr schon Wehen gespürt? Wie habt ihr das erlebt?

hanniundmatilda: Da es meine erste Schwangerschaft ist, weiß ich nicht, wie sich Wehen anfühlen. Ich hatte eine Zeitlang ein sehr starkes Ziehen an den Außenseiten des Bauches und dabei wurde dieser auch hart. Auf dem CTG waren allerdings keine Wehen zu sehen! Ich kann es absolut nicht einordnen. Aber sobald ich im Kreißsaal liege, werde ich die Frage, ob ich bereits Wehen hatte, mit Sicherheit beantworten können!

helenki.kappamaki: Seit einigen Tagen habe ich Senkwehen, und auch Übungswehen spüre ich den Tag über verteilt immer mal wieder. Diese können beizeiten schon unangenehm werden, aber durch Atmen ist das auszuhalten. Der Bauch wird hart, manchmal drückt es und zieht es nach unten. Aber diese Sekunden des unangenehmen Gefühls sich ja auch schnell wieder vorüber, vor allem wenn man die Wehe nutzt, um einmal intensiv und voll ein- und auszuatmen. Außerdem führe ich mir dann immer vor Augen, dass meine Gebärmutter für die Geburt übt und sich vorbereitet, dann macht das auch alles Sinn und ist einfacher zu verstehen.

oktobermama_nele: Ich meine bereits Übungswehen gespürt zu haben. In solchen Momenten wurde mein Bauch recht hart. Ich habe zwar keine Schmerzen verspürt aber das Gefühl gehabt, dass es besser sei, mich hinzulegen oder zu setzen. Meistens habe ich diesen harten Bauch bekommen, wenn ich körperlich viel gemacht habe, wie Sport oder den Haushalt. Langsam wird eben alles ein wenig anstrengender, aber das ist ja auch normal.

frauvandan: Bisher habe ich noch keine Wehen bemerkt! Aber mein Bauch wird ab und zu hart. Das ist unangenehm, aber nicht schmerzhaft.

Seitdem ich schwanger bin, vertraue ich meinem Körper deutlich mehr. Ich hatte nie ein gutes Körpergefühl (dachte ich), aber jetzt stelle ich plötzlich fest, wie gut er funktioniert und wie sicher ich mir bei seinen Signalen sein kann. Außerdem gönne ich mir noch mehr Obst als früher (da ist man ja manchmal geizig) und konnte sogar meinen inneren Leistungszwang weitgehend ablegen. Was hat sich für euch durch die Schwangerschaft verändert?

hanniundmatilda: Mein Denken und Empfinden haben sich sehr stark geändert. Es ist so eine emotionale Zeit und ich wurde mit so vielen Dingen konfrontiert, von denen ich dachte, dass sie bereits verarbeitet seien. Ich musste lernen, mich noch mehr abzugrenzen und meine Bedürfnisse klarer zu äußern und für diese auch einzustehen! Auch menschlich hat sich die Spreu vom Weizen getrennt: Ich weiß jetzt, wer tatsächlich ein Fels in der Brandung ist. Auch wenn es manchmal sehr schmerzhaft war (und ist), bin ich dankbar, dass ich dadurch wieder ein Stück wachsen konnte. Auch mein Essverhalten hat sich sehr geändert: Ich habe vorher extrem viel Gemüse gegessen und fast vegan gelebt. Jetzt stehen Milchprodukte ganz hoch im Kurs. Gemüse? Puh, äh, ja…ich nehme dann doch lieber Käsebrot und Nudeln! Und mein Schokoladenkonsum hat sich verdreifacht! Unsere Tochter wird dann wohl ein Stullen- und Puddingkind!

helenki.kappamaki: Um ehrlich zu sein, hat sich in meiner Art zu leben nicht viel geändert. Ich habe mich zuvor schon sehr mit Nachhaltigkeit beschäftigt und kaufe für meinen Wurm überwiegend Second-Hand-Kleidung. Pflegeprodukte nutze ich schon lange nur in Form von Naturkosmetik. Mein Speiseplan ist nach wie vor nicht besonders gesund, aber auch nicht ungesund: Ich esse das, wonach mir ist. Das Einzige, was sich im Gegensatz zu vorher stärker verändert hat, ist mein Verhältnis zum Thema Krankenhaus, Ärzte und Pharmakonzerne. Hier bin ich inzwischen noch kritischer eingestellt bin; gerade im Bezug auf die Profitgier und den dort herrschenden Gegensatz der Rentabilität vs. Mentabilität. Im Zuge der Schwangerschaft habe ich mich auch sehr viel mit Schmerzen und der Psyche auseinandergesetzt und daher auch einen HypnoBirthing-Kurs zur Geburtsvorbereitung besucht.

oktobermama_nele:  Ich glaube, durch die Schwangerschaft einfach entspannter geworden zu sein. Klar passe ich auf, dass ich die üblichen, vermeidbaren Lebensmittel auslasse, aber als bewussteres Essverhalten würde ich das bei mir nicht bezeichnen. Aber ich habe durch die Schwangerschaft stärker zu mir gefunden – daher vielleicht auch die gelassene Einstellung. Ich mache mir keinen Stress oder Sorgen, und versuche mehr als sonst auf meinen Körper und seine Bedürfnisse zu achten.

frauvandan: Durch die Schwangerschaft haben sich auf jeden Fall meine Essgewohnheiten verändert. Ich habe vorher im Schichtdienst gearbeitet und das auch mal elf Tage im Stück – willkommen im Leben einer Krankenschwester! Da habe ich aus Zeitgründen selten gekocht und auch sehr unregelmäßig gegessen. Seit Beginn der Schwangerschaft koche ich fast täglich und auch frisch. Generell achte ich mehr auf mich und meinen Körper und habe einen gesünderen Schlafrhythmus. Außerdem rauche ich nicht mehr, seitdem mir mein Frauenarzt die Schwangerschaft bestätigt hat.

Kommen wir zuletzt zu einem Thema, das langsam immer präsenter wird – zumindest in meinen Gedanken: Wie würde eure Wunschgeburt aussehen?

hanniundmatilda: Ich sage auf diese Frage immer: „Aufwachen, leichte Wehen, entspannt frühstücken, mittags Blasensprung und nachmittags ist sie da!“ Ich weiß gar nicht, wieso da immer alle so lachen! Tatsächlich habe ich keine genauen Vorstellungen, was den Ort und Ablauf angeht, und möchte alles auf mich zukommen lassen. Mein größter Wunsch ist aber, dass ich Vertrauen in mich haben kann und es einen ruhigen und respektvollen Umgang im Kreißsaal gibt. Dass ich nicht allein gelassen und in meinen Bedürfnissen ernst genommen werde. Vor den Schmerzen habe ich nämlich keine Angst – wohl aber davor, was der Verlauf der Geburt emotional in mir auslösen könnte. Leider hört man ja immer wieder aus Berliner Kreißsälen sehr übergriffige und traurige Stories.

helenki.kappamaki: Ich wünsche mir sehnlichst eine selbstbestimmende und natürliche Geburt im Geburtshaus, und das ohne jegliche Schmerzmittel. Ich möchte eine Geburt in meinem Tempo, in einer mir vertrauten Atmosphäre, die ich mir frei gestalten kann. Und die sieht so aus: Zu Geburtsbeginn möchte ich eine Kerze anzünden, sonst ist der Raum ist abgedunkelt. Bei sind meine beiden vertrauten und lieb gewonnen Hebammen, die mich seit der 8. SSW begleiten. Es soll nach meinem Lieblingsöl duften, und ich möchte gerne in den Armen von meinem Mann hängen. Meine Lieblingsmusik soll im Hintergrund spielen. Vielleicht möchte ich in die Badewanne oder mich an das Seil im Geburtshaus hängen. Auf jeden Fall möchte ich mich frei bewegen können – und nicht an Kabeln hängen oder im Bett liegen müssen. Alles soll so natürlich wie möglich und ohne medizinische Eingriffe ablaufen. Auch möchte ich während der Geburt keine vaginalen Untersuchungen, sofern sie nicht notwendig sind. Ich möchte diesen intensiven Moment nur mit meinen Hebammen und meinem Mann sowie meinem Bauchbewohner erleben. Und wenn mein Sohn das Licht der Welt erblickt, soll mein Mann ihn mit unserer Hebamme empfangen und ihn mir auf den Bauch legen. Die Nabelschnur bleibt unverletzt bis die Plazenta geboren ist und diese auspulsiert ist. Und dann wird werden wir die nächsten zwei Stunden gemeinsam im Bett kuscheln, uns kennenlernen, stillen. Nach circa vier Stunden fahren wir dann heim.

oktobermama_nele: Meine Wunschgeburt würde so ablaufen, dass ich alles gepackt habe und, wenn es losgehen sollte, bestens vorbereitet mit meinem Mann ins Krankenhaus fahre. Ich möchte nicht, dass die Familie bereits zu diesem Zeitpunkt über die nahende Geburt informiert wird. Denn diese Zeit im Krankenhaus möchte ich alleine mit meinem Mann verbringen und erst nach der, hoffentlich natürlichen Geburt, alle anderen informieren. Bestenfalls gelingt mir eine natürliche Geburt ohne die Zugabe von Schmerzmitteln oder ähnlichem. Ich würde gerne auf meinen Körper hören und ihn einfach machen lassen.

frauvandan: Eine richtige Vorstellung von meiner Wunschgeburt habe ich nicht. Ich lasse alles auf mich zukommen. Natürlich wäre möglichst schnell und ohne Komplikationen schön! Auch eine sympathische Hebamme und ein Bad zur Entspannung wären nett.

Wie schon beim letzten Mal haben mir die Mädels auch diesmal wieder Fragen gestellt. Und – Überraschung! – auch hier ging es (fast) nur um Geburt und hier sind meine Antworten:

hanniundmatilda: Mich würde interessieren, ob du in einem Geburtshaus oder im Krankenhaus entbindest und wieso du dich dafür entschieden hast!

Ich habe über die Geburt in einem Geburtshaus nachgedacht, weil es meinem Bild einer selbstbestimmten und natürlichen Geburt am nächsten kommt. Aber letztlich habe ich mich gegen diese ambulante Form entschieden: Ich glaube, ich kann noch nicht sofort wieder nach Hause, sondern muss mich – wie ich mich kenne – erst einmal an die neue Situation gewöhnen. Ins Krankenhaus gehe ich also nicht wegen der potentiell nutzbaren medizinischen Ausstattung, sondern in der Hoffnung auf eine kleine „Blase“, in der ich Fips kennenlernen und als Mutter ankommen kann. Am liebsten hätte ich deswegen in einem hebammengeführten Kreißsaal (ohne Arzt) entbunden, aber so was gibt es in Berlin und Brandenburg leider nicht.

helenki.kappamaki: Und mich würde total interessieren, wie dein Bild einer guten Geburt aussieht!

Ich würde mir wünschen, dass Fips beruhigt und geborgen in die Welt kommen kann: Ich glaube an eine natürliche Geburt und daran, dass sowohl mein Baby als auch mein Körper hier gut zusammenfinden werden. Ich glaube, dass wir in Ruhe und ohne Stress ein gutes Erlebnis haben können, und das mit dem Fipspapa ganz nah an meiner Seite. Ich wünsche mir, dass mir mein Tempo zugestanden wird: Ich möchte meine Wehen zuhause beginnen lassen, im Krankenhaus im Wasser oder auf dem Gebärhocker meinen Platz finden und ohne Angst unser Baby bekommen. Darüber denke ich viel nach und lese auch gerade ein Buch über HypnoBirthing: Ich weiß noch nicht, ob ich alles davon glauben oder umsetzen kann, aber ich bin mir sicher, dass mir dieser Weg näher liegt als das medizinische Katastrophenszenario. Das Schlimmste wäre jedenfalls, wenn man mir Schmerzmittel einreden, einen Dammschnitt verpassen und mich zum Hinlegen zwingen würde. Das empfinde ich alles zwar grundsätzlich nicht als falsch, aber eben für mich als nicht richtig.

oktobermama_nele: Möchtest du mit deinem Partner erst einmal alleine sein und zu zweit die Zeit genießen oder dürfen/ sollen die Freunde und Verwandte bereits das kleine Wunder im Krankenhaus bestaunen?

In unserem Krankenhaus gibt es ein Familienankunftszimmer: Hier können Eltern und Kind nach der Geburt erst einmal ganz allein sein – kuscheln, stillen, atmen… einfach erst einmal „hallo“ zueinander sagen. Darauf freue ich mich am allermeisten. Ansonsten möchte ich unserer ziemlich großen Familie schon gern das neue Baby vorstellen – aber wir haben auch beschlossen, dass Fips in diesen ersten Tagen nicht herumgereicht wird, sondern auf unserem Arm bleibt. Die Hebamme hat es empfohlen, weil in den ersten Tagen sowieso so viele Reize auf ein Neugeborenes einstürmen, und wir finden das auch gut.

frauvandanMöchtest du noch mehr Kinder?

Erwischt: Tatsächlich möchte ich auf keinen Fall mehr als eins! Zum Einen war ich ein sehr zufriedenes Einzelkind (auch wenn das nicht bedeutet, dass ich immer alles bekommen habe) – zum Anderen kann ich mir für mich nicht vorstellen, dass meine Geduld und meine Erziehungskompetenz für mehr als ein Kind ausreicht. Ein Fips bedeutet für mich viel gemeinsam machen, viel Aufmerksamkeit und Zeit, unsere ganze Welt mit einem kleinen Neuankömmling zu teilen. Mehr als ein Fips? Hui, da sehe ich mich in keinem guten Licht… sondern ungerecht, überfordert und unglücklich. Auch eine Schwangerschaft reicht durchaus für mich (hihi).

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