Kaffeeklatsch der Oktobermamas: 5 Fragen – 5 Antworten

Diesen Blog habe ich unter anderem deswegen gegründet, weil ich auf Kontakt mit anderen Mamas hoffte. Diesen Kontakt habe ich gefunden – auf Instagram! Hier folge ich ein paar ganz unterschiedlichen „Auch-Oktobermamas“ und war natürlich besonders neugierig, wie sie so ihre Schwangerschaft zum Trimesterwechsel empfinden, was sie für Ängste und Freuden erleben… und überhaupt.

Zu meiner großen Freude habe ich sie jetzt quasi alle vier an einen „Tisch“ gekriegt und konnte sie mal in Ruhe ausfragen. Hier sind sie: oktobermama_nele, Riessa aka ri.reicht, Hannah aka hanniundmatilda und Hanna aka mama.mittendrin… und hier kommen die Fragen, die ich ihnen gestellt habe.

Fangen wir mit einer kleinen Vorstellungsrunde an: Wer seid ihr, woher kommt ihr? Werdet ihr zum ersten Mal Mama?

mama.mittendrin: Hallo meine Lieben. Ich bin Hanna, 24 Jahre alt, verheiratet seit 2014, Erzieherin und werde in diesem Herbst zum zweiten Mal Mama. Meinen Sohn habe ich 2013 per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Im Herbst kriegen wir ein kleines Mädchen, das ich gerne spontan entbinden möchte.

ri.reicht: Ich bin Riessa und komme aus Berlin und werde zum ersten Mal Mama.

oktobermama_nele: Mein Name ist Nele und ich werde im Oktober mit 23 oder 24 das erste Mal Mama (mein ET. ist der 30.10. und mein Geburtstag der 12.10.). Es wird ein Junge, worüber wir uns sehr freuen.

hanniundmatilda: Ich heiße auch Hannah (aber mit „h“!) und wohne auch in Berlin und werde auch zum ersten Mal Mama.

Wir konnten wegen unserer Noch-Mini-Wohnung ja noch nicht viel anschaffen – bisher steht die Wickelkommode und die Erstausstattung haben wir zu 90% geborgt. Was habt ihr schon fürs Baby vorbereitet und was steht als Nächstes auf eurer Liste?

mama.mittendrin: Ich muss zugeben, dass ich wirklich früh an der Reihe bin. Von wegen: beim zweiten Mal ist man entspannter! Ich habe schon relativ früh begonnen, die alten Sachen meines Sohnes durchzuschauen und auszusortieren. Schließlich zieht ein Aprilbaby andere Sachen an als ein Herbstbaby. Außerdem habe ich mir die Wickelkommode und das Babybett meiner Freundin bringen lassen, und mittlerweile ist das Kinderzimmer fast fertig. Bis auf eine Trage fehlt uns nichts mehr nichts mehr. Babys brauchen ja eigentlich auch kein eigenes Zimmer am Anfang. Aber mir ist es trotzdem wichtig, einen Platz zu haben wo ich sie wickeln kann und wo die ganzen Sachen verstaut werden können. Also habe ich meinen Mann genervt, damit er das Büro nach oben umzieht und mit dem Schlafzimmer tauscht, so dass unsere kleine Maus jetzt ein eigenes Zimmer hat. Schlafen wird sie aber neben uns im Beistellbett.

ri.reicht: Bisher habe ich nur ein Beistellbett, ein Laufgitter und eine Wickelkommode. Kleidung habe ich auch genug – aber mehr ist noch nicht da, weil jetzt in nächster Zeit unser Umzug ansteht. Danach werde ich dann weitershoppen fürs Baby!

oktobermama_nele: Da meine Mama alle Möbelstücke von meinem Bruder und mir bis heute aufgehoben hat, habe ich das Glück, diese auch für unseren kleinen Mann nutzen zu können. Dazu zählt ein Babybett, die Wickelkommode, ein Kleiderschrank und ein Wandregal. Außerdem werde ich auch den Stubenwagen nutzen, in dem bereits meine Mama 1964 schlummerte. Die Möbel sind noch top in Schuss und ich bin unendlich glücklich und dankbar, diese nun noch (mindestens) ein Mal nutzen zu können! Sie sind aus richtigem Vollholz und nicht aus gepresstem Span, wie die Möbel mancher großer Möbelketten. Natürlich habe auch ich keinen Halt vor Babyklamotten machen können, daher haben wir auch schon ein Schränkchen voll Kleidung. Der Kinderwagen ist auch bestellt und als Nächstes kümmern wir uns um den Autositz und eine Babywippe.

hanniundmatilda: Wir haben schon fast alles besorgt, was ein Baby am Anfang so braucht… also Kinderwagen, Babyschale, Wickeltisch und Kleidung. Als Nächstes steht dann der Kauf einr Babybadewanne an.

Ich merke gerade jetzt zu Beginn des dritten Trimesters, dass mich nicht nur Freude, sondern auch Aufregung überrollt. Schließlich geht es ja quasi in den „Endspurt“. Ich mache mir ein wenig Gedanken um die kurzen Nächte und wie man ohne Kontaktlinsen am besten stillt… Und wie zerbrechlich so ein Baby wirklich ist, ob ich genug lieben werde, ob unser Kind glücklich aufwächst… Hilfe: Je mehr ich nachdenke, desto mehr fällt mir ein! Was sind denn eure größten Ängste bzw. was beschäftigt euch grad am meisten?

mama.mittendrin: Neben den Sorgen um die Schwangerschaft, drehen sich meine größten Ängste tatsächlich um die Geburt. Werde ich normal entbinden können nach dem Kaiserschnitt? Was ist mit der Symphysenlockerung [Lockerung der Schambeinfuge] bei der Geburt? Wie werden die Schmerzen sein und merke ich, wann es wirklich los geht? Das sind so Fragen, die mir im Kopf herumschwirren.

ri.reicht: Ehrlich gesagt, beschäftigt mich das Finanzielle am meisten. Mein Gehalt wird ja zum Teil wegfallen. Aber wir hoffen, dass es reichen wird, um dem Kind alles zu bieten.

oktobermama_nele: Ich wurde schon oft gefragt, ob ich Ängste habe: ob ich denke, dass ich das alles nicht hinkriege oder ob ich Panik vor der Geburt habe. All diese Fragen kann ich getrost verneinen. Ich würde sogar sagen, dass ich gerade durch die Schwangerschaft tiefenentspannt geworden. Ich habe weder Angst vor der Geburt, noch Angst, etwas nicht zu schaffen. Ich freue mich einfach riesig auf den kleinen Mann, den mein (noch) Freund und bald Mann und ich uns gewünscht haben!

hanniundmatilda: Tatsächlich sorge ich mich am meisten, dass ich überfordert sein werde und unserem Kind nicht gerecht werden kann. Auch der nahende Schlafentzug löst leichte Panik in mir aus. Aber ich denke, da muss man (wie in fast alles) eben reinwachsen.

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Zum Glück gibt’s ja nicht bloß Ängste. Ich kann es zum Beispiel kaum erwarten, unseren Fips zum ersten Mal zu sehen, im Arm zu halten, diesen wunderbaren Babygeruch einzuatmen, die Speckbeinchen zu knuddeln und zu wissen: Ich darf das. Weil ich die Mama bin. Und worauf freut ihr euch am meisten?

mama.mittendrin: Auf dem Moment, wenn wir die kleine Maus in unserer Familie willkommen heißen!

ri.reicht: Endlich wieder auf dem Bauch schlafen! Und natürlich freue ich mich auf unseren Sohn und bin gespannt, wie er wohl aussehen wird…

oktobermama_nele: Am meisten freue ich mich natürlich auf den Tag, von dem an wir zu dritt sein werden. Außerdem freue ich mich auf den 01.09., an dem wir heiraten werden.

hanniundmatilda: Ich freue mich darauf, meine Tochter das erste Mal zu sehen. Ich habe im Gefühl, dass sie ihrem Papa sehr ähnlich sein wird! Und natürlich freue ich mich darauf, sie endlich bei uns zu haben. Und ich gestehe: Es wird auch toll sein, meinen Körper wieder für mich zu haben und nicht alle zehn Minuten auf Toilette zu müssen!

Für mich war der kräftige Herzschlag beim ersten Ultraschall eigentlich der überwältigendste Moment: Nie hätte ich gedacht, dass schon so früh und so viel Leben in einem kleinen Reiskorn steckt! Was war denn euer bisher schönster Schwangerschaftsmoment?

mama.mittendrin: Das waren immer die Ultraschallbilder und Videos bei den Untersuchungen… und natürlich die wahnsinnig große Freude meines Sohnes, endlich großer Bruder zu werden.

ri.reicht: Der schönste Moment war für mich als ich abends auf der Couch lag und die allerersten Tritte von meinem Baby gespürt habe. Vor Freude habe ich sofort angefangen zu weinen – das war wirklich am allerschönsten!

oktobermama_nele: Abgesehen vom Tag, an dem wir erfahren haben, dass wir schwanger sind, war das der Tag des „Outings“. Ich habe schon recht früh (6./7.SSW) irgendwie gespürt, dass es ein Junge wird. Als wir dann beim Arzt waren, sie den Ultraschallkopf auf den Bauch hielt und sagte „Oh, das ist aber eindeutig! Sehen Sie?“, sind mir ein paar Tränchen runtergekullert und wir waren super happy. Im Grunde war es uns nur wichtig, dass das Baby gesund ist. Aber die Bestätigung, dass ich mit meinem Bauchgefühl nicht getäuscht wurde, hat mich dennoch sehr glücklich gemacht.

hanniundmatilda: Für mich war es die Feindiagnostik. Da haben wir erfahren, dass ein gesundes Mädchen in mir wächst. Sie dann auch noch in 3D zu sehen, war absolut toll, und der Arzt hat alles so gut erklärt. Ich musste die ganze Zeit weinen.

Natürlich habe nicht nur ich die Mädels ausgequetscht: Sie haben mir auch ein paar Fragen gestellt. Auf die hätte ich auch gern ihre Antworten gehört! Aber wer weiß? Vielleicht gibt es ja nochmal einen Kaffeeklatsch? Hier sind erst mal meine Antworten:

Verläuft deine Schwangerschaft glatt und woran denkst du, wenn du an die Geburt denkst? Bisher läuft alles gut. Nach den ersten drei Schwindel-Übel-Monaten habe ich jetzt zwar hier und da Denungsschmerzen und die üblichen Zipperlein, aber ich schlafe meistens noch ziemlich prima, und alle Toiletten Berlins zu kennen, ist auch eine Art von Qualifikation! Wenn ich an die Geburt denke, bin ich schon aufgeregt: Werde ich die natürliche und ruhige Geburt haben können, die ich mir wünsche? An Komplikationen denke ich dabei nicht, eher an eiliges Personal, das mir unbedingt PDAs, Dammschnitte und Kaiserschnitte verpassen will.

Was denkst du, was man für das Baby unbedingt an materiellen Dingen braucht? Gute Frage. Ich glaube auf jeden Fall nicht, dass alles „neu“ sein muss. Aus Kleidung wachsen die Minis so schnell raus (außerdem ist Second Hand gut für die Haut) und zum Glück können wir von meinen Neffen vom Kinderwagen bis zur Babyschale fast alles borgen. Ich genieße es auch sehr, Dinge zu kaufen – aber manchmal hat das eher mit meiner Vorfreude zu tun als damit, dass es unbedingt gebraucht wird. Ich denke eigentlich, dass Babys zu Beginn nicht viel Materielles brauchen, sondern nur warm, trocken, satt und nah bei Mama sein wollen. Was wir als Eltern daraus machen, ist dann Interpretationssache.

Wie würde dein Wunschwochenbett aussehen? Am liebsten würde ich ja in einem hebammengeführten Kreißsaal entbinden, weil eine Geburt (ohne Komplikationen) für mich keine medizinische Angelegenheit ist, aber ich trotzdem gern ein paar Tage außerhalb von zuhause wäre. Aber diese Art von Entbindungen kann man nicht überall machen, also wird es wohl doch das Krankenhaus. Ich wünsche mir, dass ich dort eine ruhige Geburt haben werde und es hinterher viel Zeit gibt, um den Mini kennenzulernen… wir werden allerdings viel Besuch haben (drei Paar Großeltern, zwei Paar Urgroßeltern und außerdem Tante-Onkel-Neffen). Aber wir haben beschlossen, Fips erst mal nicht aus dem Arm zu geben, damit es nicht zu aufregend wird. Doch ich werde schon stolz sein und unser Baby allen zeigen wollen, denke ich!

Haben sich alle in deinem Freundes- und Familienkreis für dich gefreut oder gab es auch gegenteilige Reaktionen? Meine Mama und auch die Schwiegerfamilie war gleich Feuer und Flamme. Mein Vater musste sich etwas dran gewöhnen: Meine Mutter musste wegen vorzeitiger Wehen die letzten drei Monate mit mir liegen und er hatte wohl auch Sorge, dass ich mich bei unserem geplanten Hausbau überanstrengen könnte. Unsere Freunde haben sich eigentlich alle gefreut. Manchen war es auch ein bisschen egal, weil sie einfach andere Lebensmuster verfolgen, aber das ist okay. Richtig beschwert hat sich jedenfalls keiner. Wäre ja auch noch schöner!

Hast du schon (besserwisserische) Ratschläge von Frauen bekommen hast, die noch keine Kinder haben? Oh ja! Am liebsten ist mir da ja der Nicht-Mutter-Satz: „Ein Kind wird dein ganzes Leben ändern.“ Ach, wirklich?! Darauf verzichte ich dann gern. Ansonsten bin ich eigentlich schon neugierig, wie andere erziehen oder was sie über Schnulli, Windeln etc. denken… aber da frage ich lieber aktiv nach, statt aus dem Nichts mit einzig wahren Meinungen überschüttet zu werden.

Erstaunlich, wie unterschiedlich und dann doch wieder ähnlich die Gedanken so sind. Ich hoffe, ihr hattet so viel Spaß wie ich bei unserem kleinen Kaffeekränzchen! Und vielleicht war es ja nicht das Letzte… mir würden jedenfalls noch massenweise weitere Fragen einfallen!

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