Eltern werden, Partner sein

Sämtliche Babyratgeber empfehlen, die Beziehung vor den Durchwachte-Nächte-Härtetests gehörig zu festigen. Nicht nur Eltern sein – das ist ja schon fast Klischee. Aber es gibt ja schließlich auch Klischees, die Spaß machen!

Rituale mit dem Babybauch

Ob es nun gegen Dehnungsstreifen hilft oder nicht: Abends vorm Schlafengehen wird der Bauch eingeölt. Bis jetzt hält mein Bindegewebe auch tapfer durch, aber auf unser kleines Ritual mit Spieluhr („Für Elise“), Trittezählen und Bauchmassage möchte ich nicht mehr verzichten.

Außerdem nutzt der stolze Papa diese Momente gern für ein Gespräch mit dem Nachwuchs und inzwischen genieße ich das. Früher d.h. als der Bauch noch nicht zu sehen war, war es mir sehr peinlich, wenn er in der Öffentlichkeit mit dem Fips kommunizierte (man stelle sich einen breiten, bärtigen Mann vor, der in einer Dönerbude auf die Knie geht, um einen quasi unsichtbaren Bauch nach seinen Essgelüsten zu befragen). Das war mir erstens sehr peinlich und zweitens hätte ich bei diesen „Privatgesprächen“ gern den Raum verlassen, um mich nicht wie ein Lauscher zu fühlen. Aber inzwischen teile ich seinen Stolz (und er beschränkt die Tête-a-têtes auf die Wohnung).

Jedenfalls haben sich diese Minuten zu einem Ritual der Vorfreude entwickelt: Hallo, kleiner Fips! Hier sind wir, da bist du und wir freuen uns so sehr auf dich! In diesem Moment sind wir Eltern – und gleichzeitig als Paar fest verbunden.

Nur wir beide

Im Alltag ist der andere ja manchmal wie ein Möbelstück: Man schätzt ihn, er ist auch durchaus praktisch. Aber wie großartig er ist und was einen damals beim „Kauf“ überzeugt hat, das geht manchmal unter. Umso wichtiger ist es, dass man sich gegenseitig an genau diese schönen Dinge erinnert.

Zum Geburtstag habe ich vom weltbesten Ehemann eine Mini-Reise bekommen. Ostsee und Spreewald standen zur Auswahl und natürlich nehme ich Meer, wenn ich Meer kriegen kann. Wir buchten also einen Kurztrip nach Usedom: Strand, Sonne und Meer. Und was soll ich mehr sagen als dies…?

Mehr Fotos gibt’s übrigens ebenfalls bei fipsundich auf meinem Instagram-Account.

Sex wird überbewertet?

Wer kennt das Klischee von der dauerlust-igen Schwangeren nicht? Spaßig mag es ja sein (und auch vorkommen), aber ich kann nur sagen, dass ich nicht dazu gehöre. Dazu ist mein Kopf viel zu beschäftigt mit all den Veränderungen, die körperlich und emotional vor sich gehen.

Und – Überraschung! – nicht alle werdenden Väter sind erpicht auf einen flotten „Dreier“. Obwohl das Baby vom Sex nichts mitbekommt als die Glückshormone und auch an dem berühmten Gerücht vom Grübchen nichts dran ist, kann Sex erst mal ganz schön seltsam sein. Oder auch bleiben, denn je mehr der Bauch wächst und je mehr sich das Baby bewegt, desto präsenter wird der kleine Zaungast. Hier muss jedes Paar einfach selbst entscheiden, was sich gut anfühlt oder ob man es lieber beim Kuscheln belässt.

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Was ich vor allem und jetzt erst recht brauche, ist die Bestätigung, dass der weltbeste Ehemann mich immer noch schön findet. Zwischendurch blieb das mal ein Weilchen aus (er hatte selbst den Kopf voller Veränderungen und ich kämpfte den Hüftspeck-Kampf) und das hat mir mehr gefehlt alles alles anderes. Doch seitdem es wieder hier und da ein Kompliment gibt, ist alles gut und ich fühle mich wohl mit uns.

Schwangerschaft ist Veränderung und wenn das Baby erst da ist, geht’s mit den Veränderungen erst richtig los. Also merken wir uns die drei R-Regel: Reden, Rituale und alles für sich selbst Richtigmachen.

2 Gedanken zu “Eltern werden, Partner sein

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