Schwanger & schön? 3 einfache Tipps

In meinem letzten Post habe ich viel über mich und mein Körpergefühl erzählt: wie es vor der Schwangerschaft war und wie es sich dann verändert hat. Denn es gab eine Phase, in der ich ziemlich unglücklich und verloren in meiner neuen Figur war.

Doch eins war mir noch wichtiger als die verschwundene Leichtigkeit: nämlich ein glücklicher Fips. Und da glückliche Mamas auch glückliche Babys kriegen, beschloss ich meine innere Einstellung zu ändern.

tipps_glückliche_schöne-mamas

1. Schönes denken

Wer bin ic? Was definiert mich? Was war mir immer wichtig in meinem Leben? Was möchte ich davon beibehalten, was hilft mir, mich jetzt gut zu fühlen? Für mich waren das zwei Dinge: nämlich Schreiben und Bewegung.

Es ist mir wichtig, vor der Fips-Geburt meinen zweiten Roman abzuschließen – denn danach werde ich weder Zeit haben, noch mich mit dem Thema (Depression und wie Beziehungen damit funktionieren) auseinandersetzen. Ich möchte frei sein für den Fips – ohne das Gefühl zu haben, etwas versäumt zu haben. Außerdem macht Schreiben mich glücklich. Es gibt mir ein Gefühl von Schöpfung und Freiheit, dass mich froh macht.

Mit Bewegung ist es so ähnlich. Bewegungslos auf dem Sofa liegen – einen Abend lang ist das schön, aber sonst bin das einfach nicht ich. Und selbst wenn sich der Cardiotrainer bei meinem Schneckentempo ausschaltet oder ich schon im Abwärtsblickenden Hund keuche wie eine Bulldogge – egal! Schon der Versuch, mich zu bewegen, führt mich zu mir zurück.

Keine Ahnung, wie es nach der Geburt aussehen wird – aber noch lassen sich diese Dinge einfach in den Kalender eintragen – damit man auch wirklich ein Zeitfenster dafür findet.

2. Schönes tun

Wer sich Gutes tut, der fühlt sich gut: Was macht mich glücklich und sorgt für ein gutes Gefühl? Das muss gar nichts Außergewöhnliches sein:

  • eine andere Frisur, ein sorgfältiges Make-up, eine Maniküre,
  • eine besondere Lotion, ein toller Nagellack,
  • schöne Klamotten oder besondere Schuhe,
  • ein Tag am Meer, ein Tanzabend
  • ein Lieblingsessen,
  • ein Besuch bei Mama,
  • ein Tag mit Freundinnen…

Es gibt so vieles, mit dem wir normalerweise unsere Stimmung heben! Wieso sollten ausgerechnet diese Dinge in der Schwangerschaft also nicht mehr funktionieren?

Vielleicht tanzen wir die Nächte nicht mehr durch, sondern liegen spätestens um acht im Bett – na und? Mit youtube lässt sich das Wohnzimmer in eine prima Vorabend-Disco verwandeln (und manchmal ist es ja auch extra entspannend, wenn einem beim Tanzen keiner zuschaut). Und vielleicht passt auch der neue Busen nicht mehr ins Lieblingskleid – eine gute Gelegenheit, sich einen tollen neuen BH und ein Alternativ-Kleid zuzulegen! Und im Gegensatz zur Schwangerschaftsmode unserer Mütter sind wir auch nicht mehr gezwungen, das Bäuchlein unter schlabbrigen Hemden und Latzhosen zu verstecken: Ja, tolle Mode im eigenen Stil muss man ein wenig suchen, aber es gibt sie (zum Beispiel von Baby-Walz). Kurz: Hüftspeck nervt, Kurzatmigkeit nervt – aber was soll’s!

Wir sind iso viel mehr (und schöner) als das, Ladies, wenn wir uns nur nicht aufgeben.

3. Schönes sehen

Unattraktivität ist ein mieses Gefühl, doch wie sehe ich wirklich aus? Was sehe ich, wenn ich in den Spiegel schaue? Ich gebe zu: Dies ist die Hardcore-Methode. Vielleicht sollte man sie nicht – wie ich – unbedingt in gnadenloser Hotspot-LED-Beleuchtung anwenden, die aus jeder Cellulite-Delle das Tal der Verlorenen Seelen macht. Doch in den Spiegel schauen ist wichtig.

Ich sehe im Spiegel nicht nur Dinge, die mir gefallen – doch das war noch nie so. Daran wird vermutlich auch die Schwangerschaft nichts ändern. Und ja: Der Körper verändert sich durch ein Baby. Aber ist das wirklich schlimm? Gibt es auch (Nicht-)Veränderungen, für die man dankbar sein kann? Zum Beispiel:

  • besonders gute Haut… oder einfach keine Pickel
  • besonders glänzendes Haar… oder einfach keine fettige Mähne
  • ein besonders weibliches Dekolleté… oder endlich Busen!

Und auch, wenn das nicht der Fall sein sollte: Haben wir nicht ein Recht darauf, uns trotzdem so schätzen und zu mögen wie wir sind? Mit all dem, was wir schon immer an uns mochten – und mit den Veränderungen. Vielleicht fällt mir das (zumindest als Idee) nicht allzu schwer, weil ich mit knapp 34 nicht die jüngste Mama bin und ich mich altersmäßig bereits mit Veränderung arrangieren musste (war die Haut hier nicht mal fester? ist das etwa eine Falte? Wo ist das denn hingerutscht?!). Aber Schönheit ist keine Zahl und auch keine Festigkeitsgrad – es ist auch eine Einstellung.

Sehen wir es so: Es gibt Dinge, die wir beeinflussen können – und Dinge, bei denen wir entscheiden können, ob sie uns beeinflussen oder nicht. Denn wenn Letzteres der Fall ist, dann haben wir das gute Recht, das Beste daraus zu machen. Oder?

… und passend dazu kommt hier die erste Song für die Wohnzimmerdisco:

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