Wohlfühlen im 1. Trimester: Meine Lieblingsprodukte

Die erste Hälfte des ersten Trimesters habe ich (wie wohl die meisten werdenden Mamas) in seeliger Unwissenheit verpasst. Der positive Schwangerschaftstest erfolgte in der 6. SSW – und danach war angesichts von Kreislaufprobleme, Übelkeit und innerer Aufregung sehr viel Ruhe angesagt.

Hier habe ich eine kleine Auswahl der schönen und praktischen Dinge zusammengestellt, die trotz der Anfangsbeschwerden für ein schönes erstes Trimester gesorgt haben:

Für die schwächliche Mama

Es klingt blöd, aber in den ersten Wochen habe ich mich vor allem wegen andauernden Kreislaufbeschwerden kaum noch menschlich gefühlt. Ich konnte nur liegen, liegen, liegen – alles anderen hat sofort Schwindel und Schwäche ausgelöst. Dank Korodin (einmal täglich mit heißem Wasser aufgegossen, um den Alkohol zu vertreiben) konnte ich wieder in die Senkrechte kommen – und die Schwangerschaft endlich genießen.

Zum Glück wurde ich vom legendären Erbrechen verschont, aber die Morgen-Mittag-Abendübelkeit war auch nicht sehr angenehm. Empfohlen wurde mir dagegen das homöopathische Mittel Sepia D12. Na ja, „helfen“ ist hier vermutlich auch eine Glaubenssache. Aber Placebo-Effekt hin oder her: Einfach einmal täglich fünf Kügelchen probieren! Schlimmer kann es nicht werden…

Ja, Ingwer schmeckt scheusslich: seifig, scharf und brechreizauslösend. Trotzdem habe ich es als „Geheimtipp“ gegen die Übelkeit probiert und es hat tatsächlich geholfen. Beim Kauen dachte ich immer, dass ich gleich Richtung Klo flitzen muss, aber danach war Ruhe im Bauch. Also Augen zu und durch, Mädels!

Für die vorfreudige Mama

 Was passiert eigentlich mit mir? Und was kommt da außer Übelkeit und Schwindelgefühl noch alles? Je mehr ich über die Schwangerschaft erfahren habe, desto wohler habe ich mich in meinem „bewohnten“ Körper gefühlt und desto mehr Vorfreude hat sich entwickelt. Dabei geht es hier nicht nur um die runden neun Monate, sondern auch um die Geburt(svorbereitung) und die erste Zeit mit dem Säugling – nicht so vergessen: Der integrierte Ratgeber gegen diverse Schwangerschaftswehwehchen!

Nichts ist so schwer und gleichzeitig so schön wie den richtigen Babynamen auszusuchen: William Wahl fasst in seinem Anti-Vornamen-Ratgeber 500 Varianten zusammen, die man auf jeden Fall vermeiden sollte. Natürlich sind Jaqueline und Kevin mit am Start, aber er erklärt auch, warum der eigentlich sehr schöne Christian überhaupt nicht mehr geht. Denn er ist einfach schon voll!

Die „Betriebsanleitung Baby“ war eigentlich für den weltbesten Ehemann gedacht, denn hier werden die Feinheiten von Wickeln, Waschen, Füttern & Co. in praktisch-sachlicher Sprache beschrieben. Oder um es genderpolitisch unkorrekt zu sagen: so, dass Männer es verstehen. Wir haben allerdings beide viel Spaß damit, denn etwa Babygeschrei als Dauerfunktionstest des akustischen Störungssignals zu betrachten, lässt durchbrüllte Nächte irgendwie „lösbarer“ erscheinen…

Zur Ablenkung & Aufheiterung

Lieblingsessen

algensalat-schwangerschaftsgelüste Zugegeben: Die ersten fipsankündigenden Gelüste waren plötzlicher Pommes- und Pizzaappetit. Netterweiser hat mein Körper es sich dann aber noch mal anders überlegt – sonst hätte ich nach den ersten zwölf „Ich muss alle zwei Stunden was essen, sonst wird mir noch übler“-Wochen sicher noch ganz anders ausgesehen! Außergewöhnliche Gelüste gab es sonst eigentlich nicht – außer auf japanischen Algensalat: Den musste ich mindestens einmal die Woche haben. Mmmh!

Für die Schönheit

Der außergewöhnlich verstärkte Geruchssinn während der Schwangerschaft ist ja legendär. Bei mir führte er dazu, dass ich nicht nur riechen konnte, was der Kollege am anderen Ende des Großraumbüros am Vorabend gegessen hatte, sondern auch dazu, dass ich mein gewohntes Duschgel mit Vanilleduft „nicht mehr riechen“ konnte. Mir wurde richtig schlecht davon. Zitrone dagegen tat gut – also her mit einem neuen Duschbad und der passenden, frischen Body Lotion!

Gelesenes & Geschautes

Ist es makaber, dass ich nach dem positiven Test als Erstes einen Roman gelesen habe, in dem eine Frau vom Teufel geschwängert wird? Vermutlich schon – aber ich liebe Ira Levins Buch seit einem halben Leben! Es ist einfach großartig geschrieben. Und dass der weltbeste Ehemann alles andere als ein Satansbraten ist, dürfte ja wohl auch klar sein. Außerdem habe ich mich Rosemary und ihren Dauerschmerzen im matschigen Erst-Trimester sehr nahe gefühlt.

Diese „Kuck mal , wer da spricht“-Kitschkomödie reicht wohl außerdem als Gegen-Exorzismus: Gut, Thomas Gottschalk als sprechendes Baby ist nicht gerade der Knaller – der knackjunge John Travolta allerdings schon. Finde ich. Mag auch an den letzten Neo-Rockabilly-Auswirkungen liegen, die sich im Jahr 1989 (fast hätte ich 1898 geschrieben, aber sooo oldschool ist er dann doch nicht) noch erblicken lassen. Auf jeden Fall ein lustiger Film!

Mein Trimester-Song:

Du hast die Wahl, denn deine Figuren sind am Zug
Und die Qual, wenn von zehn Wegen wenige gut mit’m Pokal enden.
Einige Steinige werden sich erst gen Tal wenden
– und dann wieder nach oben gehen.
Lauf los denn deine Träume renn‘, also hol sie dir…

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