Ein Babybauch ist (k)eine Maßarbeit

Der perfekte Babybauch?

Ich wollte nicht nur Sport machen, sondern mich auch weiterhin gesund und vor allem bewusst ernähren. Doch dank Kreislaufbeschwerden war Sport nicht drin – außerdem war es Essig mit dem Plan vom gesunden und geplanten Essen, um auf jeden Fall unter der Zehn-Kilo-Marke zu bleiben. Dass Fips immer mal wieder Appetit auf Fast Food oder bestimmte Süßigkeiten entwickelt, ist dabei halb so wild – diese Gelüste hatte ich schließlich auch schon ab und zu als ich sozusagen noch solo war. Die Lust auf Frisches und Grünes hat aber schon immer überwogen – und das tut sie auch jetzt.

Was sich allerdings komplett änderte, war die Häufigkeit und damit die Endmenge meiner Mahlzeiten: Während ich früher mit einer Schale Müsli, einem sportkopatiblen Mittagessen, einem Apfel und einer Bratstulle hier und da zum Abendbrot bestens auskam, schrie Fips vehement nach mehr – schon allein, um die Schwangerschaftsübelkeit einzudämmen.

First we take the Bauchmuskeln, then we take the Figur!

Mein Glück: Fips mochte keine großen Mahlzeiten. Von meinem Sonntagsbrötchen hob ich also die Hälfte auf, um sie zwei Stunden später zu essen. Dasselbe galt für warme Mahlzeiten. Nichtsdestotrotz musste ich Snacks einführen:

  • eine Scheibe Knäckebrot, Käse- oder Quarkbrot
  • Nüsse, Trockenfrüchte oder Studentenfutter
  • saure Gurken, eingelegter Kürbis oder Rote Beete
  • Joghurt oder Quark
  • Obst oder Gemüse

Ja, das ist alles sehr gesund und das regelmäßige Essen half auch wirklich gegen die Übelkeit – doch es war eben doch mehr als meine übliche Ration. Von älteren Leuten hört man ja öfter, dass man während der Schwangerschaft „für zwei“ essen müsse – Quatsch. Im ersten Trimester ändert sich der Kalorienbedarf noch gar nicht. Und danach braucht man maximal 250 Kilokalorien mehr – das ist nicht mehr als eine Scheibe Vollkornbrot mit Käse und einer Tomate.

Hüftspeck vs. Übelkeit

Mein Anti-Übelkeits-Programm umfasste – mehr oder minder zwingsweise – etwas mehr. Das ist Fakt. Und nach sechs Monaten merkte der weltbeste Ehemann auf Nachfrage schüchtern und in die Enge getrieben an, dass ich vielleicht „ein kleines bisschen Hüftspeck“ zugelegt hätte.

** Die magischen 10 Kilo sind allerdings altmodischer Quatsch: Nach moderner Auffassung hängt die Gewichtszunahme viel mehr vom ursprünglichen Körperbau bzw. BMI der Frau vor der Schwangerschaft ab. Untergewichtige Frauen können bis zu 18 Kilo zunehmen; bei normalgewichtigen Frauen (wie mir) liegt die normale Zunahme bei bis zu 16 Kilo und nur bei Übergewichtigen wird eine Gewichtszunahme von unter 10 Kilo empfohlen. Falls du neugierig bist: Eine genaue Berechnung für deinen BMI findest du übrigens hier.

Autsch. So viel Ehrlichkeit tat ganz schön weh. Denn das Wachstum des Babybauchs betrachte ich mit viel Liebe und Spannung – doch ganz ehrlich: Wer will schon Hüftspeck? Natürlich möchte ich das Beste für den Fips und ich werde den Teufel tun und jetzt eine Diät anfangen. Doch ich bin heilfroh, dass die Schwangerschaftsübelkeit vorbei ist und ich mich wieder auf mein Hungergefühl verlassen kann. Und das sagt jetzt in der 15. SSW Folgendes:

  • Frühstück: eine Scheibe Vollkornbrot mit Tomate, eine Kiwi und dazu ein Glas Milch oder (manchmal) ein Becher Kaffee (mit wenig Kaffee und viel Milch)
  • Vormittags: 2-3 Löffel Müsli oder ein Apfel
  • Mittags: warmes Essen (gern etwas mit Fisch, aber vor allem etwas mit frischem, knackigem Grün).
  • Nachmittags: Wassermelone oder Mango oder Himbeeren oder Paprika oder mehr Tomaten (Tomaten sind der Hit! Aber nur mit Salz.) – kurz: Obst und Gemüse. Ein paar Nüsse sind auch was Feines.
  • Abends: Falls ich mittags warm gegessen habe, gibt’s jetzt ein Käsebrot – natürlich mit Tomaten. Sonst umgekehrt.

Im Prinzip ist das nicht viel mehr als früher. Außer, dass ich jedem Appetit auf Obst und Gemüse jetzt vollkommen nachgebe, während ich früher dann doch manchmal zu „geizig“ war, um mir diese frische Köstlichkeit zu gönnen. Außerdem erlaube ich mir das, worauf der Fips gerade Appetit äußert – manchmal sind es Gummitiere, (zum Glück) meistens Algensalat mit Sesam – oder Pizza.

Monday mood. 🍕| @edeneats

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Ich denke mir: Wenn Fips es will, wird er es brauchen.Und das heißt noch lange nicht, dass ich eine ganze Tonne davon essen muss. In Fips‘ Minimagen passen schließlich maximal drei Gummitiere (hihi).

Zurück zum Gleichgewicht

Und – verteufelt mich, Mädels! – ich steige jeden Tag auf die Waage. Nicht, um mich an ein bestimmtes Gewicht zu klammern oder mich wohlmöglich auf eine Zahl herunterzuhungern. Ich lebe (und esse!), was und wie es dem Fips guttut, aber ich will mein Gewicht sehen und ein Gefühl dafür bekommen, wie sich mein Körper verändert. Und die Waage hilft mir dabei, mich gesund und „richtig“ zu fühlen.

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